iBusiness, 11.10.17:

Quartalszahlen: Online-Handel wächst im Jahresvergleich um neun Prozent

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat der Online-Handel für das 3. Quartal 2017 insgesamt mit einem Plus um neun Prozent abgeschlossen.

(Bild: Pixabay CC0 / robert_marinkovic)

Von Juli bis September 2017 verzeichnete die Branche im Online-Handel 13.617 Millionen Euro (3. Q. 2016: 12.491 Millionen Euro) Brutto-Umsatz. Im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) kauften im 3. Quartal 2017 die deutschen Verbraucher Waren für 14.693 Millionen Euro. Demnach hat der Onlinehandel weiterhin einen hohen Anteil von 93 Prozent am Gesamtumsatz des Interaktiven Handels. Die digitalen Dienstleistungen wie elektronische Tickets, Downloads, Hotelbuchungen verzeichnen einen Umsatz von 3.833 Millionen Euro (3. Q. 2016: 3.855 Millionen Euro) und bleiben damit auf Vorjahresniveau. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) hervor.

Den Zahlen zufolge holen Multichannel-Versender wieder auf. Mit einem hohen Wachstum von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Umsatz von 6.758 Millionen Euro (3. Q. 2016: 6435 Millionen Euro) besetzen die Online-Marktplätze einen hohen Teil der Gesamtumsätze. Im 3. Quartal zogen allerdings die Apothekenversender enorm nach. Diese Kategorie wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent und erreichte einen Umsatz von 147 Millionen Euro (3. Q. 2016: 119 Millionen Euro). Die Versender mit Herkunft aus dem stationären Geschäft haben im 3. Quartal 2017 ein Plus von 29,6 Prozent erreicht. Die Umsätze lagen bei 2.232 Millionen Euro (3. Q. 2016: 1.722 Millionen Euro ).

Die Branche setzte im Jahr 2016 im Privatkundengeschäft allein mit Waren rund 57,1 Milliarden Euro um. Der Online-Handel mit Waren hatte daran einen Anteil von über 90 Prozent. Mit den guten Geschäftsergebnissen des Jahres 2016 und der ersten 3 Quartale in 2017 erwartet der BEVH in diesem Jahr für den Interaktiven Handel insgesamt ein Wachstum von acht Prozent auf ca. 61,7 Milliarden Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der BEVH erneut mit einem klar zweistelligen Zuwachs um 11 Prozent auf rund 58,5 Milliarden Euro.


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