iBusiness, 22.05.2020:

E-Commerce im April: Bestellvolumen fast verdoppelt

Im April legte die Zahl der Bestellungen gegenüber März um 96 Prozent zu, hat Bazaarvoice gemessen. Heimwerkerbedarf wuchs am stärksten, Kleidung erholt sich. Nur wenige Kategorien gehören immer noch zu den Verlierern.
 (Bild: Gino Crescoli/Pixabay)
Der April 2020 war für den E-Commerce ein erfolgreicher Monat. Dies zeigt eine Analyse des Software-Anbieters Bazaarvoice , der hierfür sein über 6.200 Händler und Verkäufer umfassendes Netzwerk befragt hat. Seitenaufrufe, Bestellungen, Kundenrezensionen und Kundenanfragen wuchsen demnach dreimal stärker als im März. Im Vergleich zur Entwicklung vor dem Corona-bedingten Lockdown ist insgesamt ein zweieinhalbfaches so starkes Wachstum zu messen.

Schon der März 2020 war im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Anstieg von 25 Prozent im Bereich der Seitenaufrufe bemerkenswert. Im April 2020 legten die Seitenaufrufe dann noch einmal um 88 Prozent zu. Auch Bestellungen nahmen massiv zu, hier sogar um 96 Prozent im Vergleich zum April 2019. Über das gesamte Jahr betrachtet lässt sich ein Anstieg bei Bestellungen von insgesamt 32 Prozent feststellen.

Einzelne Kategorien mit Verlusten

Die Bestellungen von Produkten, die schon im März gefragt waren, wie Sportartikel (plus 220 Prozent), Hard- und Software (plus 106 bzw. 130 Prozent), oder Spielzeug (plus 155 Prozent), legten im April verglichen mit dem Vorjahr weiter zu. Besonders hoch war der Anstiege bei Baumaterialien und Werkzeug, Bestellungen in dieser Kategorie wuchsen um 324 Prozent. Auch der Lebensmittelsektor wächst weiter stark, im April um 158 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Auch mancher Verlierer der Krise erholt sich wieder. Während Kleidung und Accessoires im März 2020 noch einen Bestellungsrückgang um vier Prozent zu verkraften hatten, wuchsen die Bestellungen im April 2020 um 39 Prozent. Schlechter steht es um Reisezubehör (minus 17 Prozent) und Dekorationsartikel (minus 34 Prozent). Beide Kategorien schrumpften im April, da die aktuellen Maßnahmen sowohl Reisen sowie größere Feste, wie Hochzeiten, verhindern.

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